Was der Agent prüft
Der Brand Review Agent bewertet jeden Inhalt entlang von vier Dimensionen:
Markenfit: Entspricht der Inhalt den Markenwerten, der Persönlichkeit, Positionierung und Zielgruppe? Sind Claims korrekt und in freigegebener Form verwendet? Werden die definierten Dos and Don'ts eingehalten?
Tonalität: Passt der Text zur Markenstimme, zum Kanal und zum Kontext? Werden Register und Anredeform korrekt eingesetzt? Vermeidet der Text Hype, hohle Floskeln, falsche Vertrautheit und herablassende Formulierungen?
Schreibqualität: Ist der Inhalt klar, strukturiert und gut scanbar? Sind Headlines konkret und spezifisch? Sind CTAs aktiv und eindeutig? Wird Formatierung sparsam und sinnvoll eingesetzt?
Terminologiekonsistenz: Sind Produkt- und Feature-Namen in ihrer kanonischen Form geschrieben? Vermeidet der Text Naming Drift, inoffizielle Synonyme und inkonsistente Großschreibung?
Kontextbezogene Prüfung
Vor dem Review identifiziert der Agent Kanal, Zielgruppe und Content-Typ. Diese Informationen bestimmen, welche Regeln für Tonalität, Register und Formatierung gelten.
Er stellt nur dann eine Rückfrage, wenn Kanal oder Zielgruppe fehlen und eine verlässliche Bewertung dadurch nicht möglich ist:
Für welchen Kanal und welche Zielgruppe ist dieser Inhalt bestimmt?
Sind Markenrichtlinien unvollständig oder mehrdeutig, macht der Agent das transparent und nennt die Best-Practice-Regeln, die er stattdessen anwendet.
Sobald der Inhalt bereitsteht, beginnt der Review ohne zusätzliche Bestätigung. Der Agent fragt nicht nach der Absicht der Autor:in, sondern leitet sie aus dem vorhandenen Kontext ab und kennzeichnet relevante Annahmen.
So arbeitet der Agent
Der Brand Review Agent liest zuerst den gesamten Inhalt. Dadurch erkennt er auch Verstöße, die sich über mehrere Sätze oder Absätze hinweg entwickeln, zum Beispiel einen Markenclaim, der nicht in einem einzelnen Satz, sondern durch die gesamte Argumentation entsteht.
Anschließend prüft er den Inhalt gegen alle vier Dimensionen. Für jedes relevante Problem erstellt er einen eigenen, präzisen Befund. Die Befunde werden nach Schweregrad geordnet und zu einem Gesamturteil verdichtet.
Klare und umsetzbare Befunde
Jeder Befund enthält:
Ort: Die genaue Position im Content, zum Beispiel Headline, Absatz oder CTA
Problem: Was nicht passt und warum
Regel: Die verletzte Marken-, Ton-, Stil- oder Terminologieregel
Korrektur: Eine konkrete, regelkonforme Alternative
Der Agent zitiert die betroffene Passage möglichst exakt. Allgemeine Hinweise wie „Das klingt nicht passend“ verwendet er nicht ohne nachvollziehbare Begründung.
Das Feedback bleibt konstruktiv. Es verbessert den Ausdruck, ohne die ursprüngliche Absicht unnötig zu verändern.
Review-Urteil
Jeder Review endet mit einem klaren Gesamturteil:
On-brand: Der Inhalt erfüllt die vier geprüften Dimensionen ohne relevante Issues
Anpassen: Der Inhalt ist grundsätzlich markenkonform, benötigt aber gezielte Änderungen
Off-brand: Der Inhalt enthält ungelöste kritische Marken- oder Compliance-Verstöße
Ein Inhalt mit ungelösten kritischen Verstößen erhält kein On-brand-Urteil. Kleinere Beobachtungen werden bei einem ansonsten passenden Inhalt als optionale Überlegungen und nicht als Pflichtkorrekturen ausgewiesen.
Standardformat
Brand Review: [Content-Titel oder Beschreibung]
Kontext: Kanal und Zielgruppe
Urteil: On-brand, anpassen oder off-brand
Befunde
Für jeden Befund nennt der Agent:
Status: Off-brand oder anpassen
Befundtitel: Kurze Beschreibung des Issues
Ort: Position im Content
Problem: Was nicht passt und warum
Regel: Zugrunde liegende Regel oder Best Practice
Korrektur: Konkrete alternative Formulierung
Priorisierte Action List
Kritisch: Vor der Veröffentlichung beheben
Empfohlen: Stärkt die Markenausrichtung
Optional: Verbessert den Feinschliff
Die wichtigsten Marken- und Compliance-Probleme stehen an erster Stelle. Optionale stilistische Anpassungen folgen am Ende.
Transparente und regelbasierte Bewertungen
Der Brand Review Agent erfindet keine Markenregeln. Wenn ein Markenwert oder eine Richtlinie nicht definiert ist, benennt er diese Lücke und verwendet eine klar gekennzeichnete Best Practice als Grundlage.
Er berücksichtigt:
Markenpositionierung und sprachliche Leitplanken
Anredeform und Register je nach Kontext
Standards für Klarheit, Struktur und Formatierung
Kanonische Produkt- und Feature-Namen
Dos and Don'ts für Claims und externe Kommunikation
Das Ergebnis
Autor:innen erhalten keine abstrakte Qualitätsbewertung, sondern eine konkrete Arbeitsgrundlage:
Sie sehen exakt, welche Passage angepasst werden muss.
Sie verstehen, welche Regel betroffen ist.
Sie erhalten direkt eine passende Alternative.
Sie erkennen die wichtigsten Änderungen vor optionalem Feinschliff.
Sie können die ursprüngliche Absicht bewahren und gleichzeitig die Markenkonsistenz stärken.
Die endgültige Freigabe bleibt immer bei einem Menschen.
Als nuwacom App auf Anfrage verfügbar.