Case Study

newskontor – Wie eine Kommunikationsagentur ihr KI-Wissen selbst mitgestaltet und mit nuwacom neue Arbeitsweisen erprobt

newskontor berät seit über 15 Jahren Kunden aus der Finanzbranche und darüber hinaus in klassischer Pressearbeit, Social Media und neuen Formaten wie Podcast und Video. Die Agentur beschäftigt sich nicht nur mit KI in der eigenen Arbeit, sondern untersucht aktiv, wie generative KI die Kommunikationsbranche insgesamt verändert und setzt mit nuwacom eine sichere Grundlage für den redaktionellen Alltag um.

Eine Full-Service-Agentur mit journalistischen Wurzeln 

newskontor versteht sich als Full-Service-Agentur für Kommunikation: Beratung, klassische Pressearbeit, Content-Erstellung und Interviews gehören ebenso zum Portfolio wie Social-Media-Betreuung über sämtliche Plattformen, interne und externe Newsletter, eigene Podcastformate und Videoproduktion.  

Weil die beiden Geschäftsführer Marco Cabras und Franz von den Driesch selbst aus dem Finanzjournalismus kommen, liegt ein Schwerpunkt der Agentur auf Banken, Fintechs, Brokern und anderen Finanzdienstleistern - das Kundenportfolio reicht darüber hinaus aber auch in Tech, Versicherungen, Healthcare und weitere Branchen. 

Viele im newskontor-Team haben einen journalistischen Hintergrund und wissen deshalb, worauf es bei Texten ankommt. Sowohl bei Print- als auch bei Online-Formaten, die zum einen angenehm lesbar für Menschen und zum anderen gut sichtbar für Suchmaschinen sein müssen. Diese Perspektive lässt sich, wie das Team selbst beobachtet, naheliegend auf Generative Engine Optimization (GEO) übertragen: Wer weiß, wie Inhalte für Suchmaschinen strukturiert werden, erkennt schnell die Parallelen zur Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten. 


Eine internationale Studie als Kompass für die eigene Branche 

Statt KI nur zu nutzen, hat newskontor sie zum Gegenstand eigener Forschung gemacht. Gemeinsam mit thenetworkone, einem internationalen Netzwerk von Kommunikationsagenturen, hat newskontor eine weltweite Studie zur KI-Nutzung in PR-Agenturen initiiert. 

Der überraschendste Befund lag nicht in der Nutzung selbst, sondern in der Lücke, die zwischen Anspruch und Praxis klafft. Viele Agenturen halten es für wichtig, dass ihre Kunden in Antworten von Sprachmodellen erscheinen, doch nur wenige prüfen systematisch, ob und wie gut das gelingt.

„Der überraschendste Befund war die Diskrepanz zwischen ‚Wir wollen, dass unsere Kunden in LLM-Antworten erscheinen' und ‚Wir messen das auch'. Ein relativ großer Anteil der Teilnehmenden hält es zwar für wichtig, verfolgt es aber gar nicht."
Marco Cabras · newskontor – Agentur für Kommunikation

Diese Fähigkeit, die eigene Branche mit einem analytischen Blick zu hinterfragen, prägt auch, wie newskontor an KI-Tools im eigenen Alltag herangeht: nicht als bloße Anwender, sondern als Team, das genau verstehen will, was ein System tatsächlich leistet. 

Der Weg zu nuwacom 

Der Ausgangspunkt liegt rund ein Jahr zurück: Zwei Team-Mitglieder absolvierten den IHK-Zertifikatslehrgang “KI-Online-Marketing-Manager/in” und brachten das Thema so ins Unternehmen. Gemeinsam mit der Geschäftsführung wurde daraufhin entschieden, verschiedene KI-Tools am Markt systematisch zu testen. nuwacom war das erste Tool, das newskontor ausprobierte. Nach dem Test von zwei weiteren Anbietern blieb das Team bei nuwacom. 

Davor arbeiteten einzelne Kolleginnen und Kollegen bereits mit diversen LLMs und ersten Agenten, allerdings ohne einheitlichen Rahmen: Manche nutzten ChatGPT, andere Gemini, und bei jeder Anfrage musste neu entschieden werden, welche Informationen überhaupt öffentlich einsehbar und damit unbedenklich waren. Kundennamen durften in den Tools nicht direkt genannt werden. Die Umwege über Aliase und wechselnde Absprachen kosteten Zeit und beeinflussten die KI-Affinität im Team negativ. 

Genau hier setzte die Entscheidung für nuwacom an: eine einheitliche, datenschutzkonforme Lösung, die für das gesamte Team - unabhängig vom individuellen KI-Erfahrungsstand - einfach nutzbar ist.

Wie newskontor heute mit nuwacom arbeitet 

Im redaktionellen Alltag hat sich nuwacom bei newskontor bereits an mehreren Stellen etabliert: 

  • Redakteur-Agenten für Schreibaufgaben: Das Team hat eigene Agenten aufgesetzt, denen es bestehende Texte zur Sprachstilanalyse gibt - so entstehen für jeden Kunden konsistente, einheitliche Ergebnisse. 

  • Gemeinsame Projekte: newskontor arbeitet meist in Zweier- bis Dreierteams pro Kunde. Über nuwacom-Projekte lassen sich Chats, Wissen und Ergebnisse im Team einfach teilen und weiterverwenden. 

  • Meeting-Notizen: Bei der hohen Zahl an Kundenterminen sind die automatischen Zusammenfassungen und durchsuchbaren Transkripte eine spürbare Entlastung im Tagesgeschäft. 

  • Content-Strategie und Ideenfindung: KI dient dem Team als Sparringspartner bei Recherche und Brainstorming, insbesondere bei komplexeren Aufgaben wie der Vorbereitung von Roadshows oder Themenplänen. 

Die Meeting-Zusammenfassungen sind eine große Hilfe im Arbeitsalltag – wir können sie beliebig ergänzen oder bearbeiten und darüber hinaus zeitnah und unkompliziert mit allen Beteiligten teilen.
Franz von den Driesch

Erste Testphase: Workflows und Apps 

newskontor gehört zu den Kunden, die nuwacom bewusst auch dort einsetzen, wo die Plattform noch in der Weiterentwicklung ist und liefert damit wertvolles Feedback für die Produktentwicklung. 

Für ein Newsformat, das für einen Kunden dreimal wöchentlich erscheint, hat das Team einen mehrstufigen Workflow aufgesetzt: ein Agent recherchiert Themen, ein Redakteur-Agent verfasst den Text, ein SEO-Optimizer überarbeitet ihn und ein Korrektor-Agent liest abschließend Korrektur. Aktuell arbeitet newskontor gemeinsam mit nuwacom daran, die Aktualität der recherchierten Quellen weiter zu verbessern, und plant, den Workflow nach weiteren Produktverbesserungen erneut zu testen. 

Parallel dazu experimentiert das Team mit der neuen Apps-Funktion: Ein erster interner Prototyp für die Urlaubsantrags-Verwaltung zeigt bereits, wie sich mit überschaubarem Aufwand, aber ohne Programmierkenntnisse, eigene kleine Anwendungen bauen lassen. Details wie die Zuordnung von Nutzerrechten befinden sich noch in der Feinjustierung - genau der Bereich, in dem newskontor als früher Tester direkt zur Weiterentwicklung der Funktion beiträgt. 

Auch die Idee eines vollständig KI-gestützten Magazins - von der Themenauswahl bis zur redaktionellen Überarbeitung durch einen Menschen - gehört zu den Zukunftsideen, die das Team mit den wachsenden Workflow-Möglichkeiten von nuwacom weiterverfolgt. 

Eine Kultur, die KI und redaktionelle Verantwortung verbindet 

Damit der Einsatz von KI nachvollziehbar bleibt, hat newskontor einen internen Workflow dokumentiert, der festlegt, wie Mensch und KI zusammenarbeiten sollen. Dieser Rahmen ist von der Geschäftsführung freigegeben, fester Bestandteil des Onboardings neuer Kolleginnen und Kollegen und stellt sicher, dass die redaktionelle Prüfung jedes Ergebnisses immer in menschlicher Hand bleibt. 

Die Akzeptanz im Team ist dabei kein Selbstläufer, aber auch keine offene Front: newskontor hat nach eigener Einschätzung niemanden im Team, der KI grundsätzlich ablehnt - wohl aber unterschiedliche Tempi darin, wie intensiv einzelne Personen das Potenzial bereits ausschöpfen. Die Geschäftsführung begegnet dem aktiv, indem sie KI konsequent als Ergänzung statt als Ersatz positioniert. 

„Wir glauben nicht, dass die KI Menschen überflüssig macht. Wir glauben, dass wir Menschen mit KI am Ende einfach bessere Ergebnisse erzielen." 

Marco Cabras · newskontor – Agentur für Kommunikation 

„Die Kreativen sind und bleiben ganz klar die Experten auf ihrem Fachgebiet. Es geht vor allem darum, die KI dort zu nutzen, wo sie uns und den Kunden einen Vorteil verschafft." 

Franz von den Driesch · newskontor – Agentur für Kommunikation 

Was als Nächstes kommt 

Die Zusammenarbeit zwischen newskontor und nuwacom geht über die reine Tool-Nutzung hinaus. Beide Seiten planen, gemeinsam sichtbar zu werden: Eine Podcast-Folge zum Thema KI in der PR-Branche ist in Vorbereitung, ebenso gemeinsame Formate wie ungezwungene Afterwork-Veranstaltungen mit Impulsvorträgen in der Rhein-Region. 

Mit Fokus auf die stark regulierte Finanzbranche bringt newskontor zudem eine Perspektive mit, die für künftige gemeinsame Auftritte relevant ist - etwa bei Themen rund um Datenschutz, Schatten-KI und den sicheren Einsatz generativer KI in regulierten Umfeldern. 

Für newskontor selbst bedeutet das, mehr Erfahrung mit Workflows und Apps sammeln, während sich diese Funktionen weiterentwickeln, das dokumentierte Zusammenspiel von Mensch und KI im Team weiter verankern und die eigene Rolle als KI-informierte Stimme der PR-Branche weiter ausbauen. 

Fazit 

newskontor zeigt, wie eine Kommunikationsagentur mit journalistischer Prägung KI nicht nur einsetzt, sondern aktiv mitgestaltet: mit einer eigenen internationalen Studie zur Branche, einem dokumentierten Rahmen für die Zusammenarbeit von Mensch und KI im Tagesgeschäft und der Bereitschaft, auch neue Funktionen wie Workflows und Apps schon in der Testphase mitzuentwickeln. Für nuwacom ist newskontor damit mehr als ein Kunde. Ein Sparringspartner, der aus der Praxis heraus zeigt, wohin sich KI in der Kommunikationsbranche entwickeln kann. 


Über newskontor 

newskontor ist eine der führenden Kommunikationsagenturen in Deutschland mit journalistischem Selbstverständnis und Fokus auf Finance und Fintech, Technologie und Innovation, Mittelstand, Verbände, Law Firms, Crypto/Blockchain und Sustainability / ESG. Die Agentur wurde 2011 gegründet und wird heute als Full-Service-Agentur von den beiden Co-Gründern Marco Cabras und Franz von den Driesch erfolgreich geführt. Das Angebot reicht von der Positionierung und Erstellung von PR- und Digitalstrategien über Day-2-Day-PR, Content-Creation bis zu Social-Media-Strategien und -Management. Auch Krisen- und Eventkommunikation gehören zum Portfolio. Am Agentursitz in Düsseldorf arbeitet ein Team von 17 PR-Beratern, Autoren, Designern sowie Social- und Digitalspezialisten. 

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