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Compliance-Review

Liefert Regeln, Frameworks und Leitplanken für Compliance-Prüfungen, Risikoformulierungen, Datenschutzbewertungen, regulatorische Hinweise und zulässige Aussagen. Verwenden wenn Nutzende Inhalte auf regulatorische Konformität, rechtliches Risiko, DSGVO-/Datenschutzkonformität oder die Einhaltung interner Richtlinien entwerfen, prüfen, auditieren oder qualitätssichern — auch wenn sie 'Compliance' nicht explizit sagen. Wird ebenso ausgelöst durch Anfragen zu Risikosprache, Disclaimer-Formulierungen, regulatorischer Passung, Audit-Checklisten oder Zulässigkeitsbewertungen.

Zweck

Dieser Skill regelt, wie die KI Compliance-Prüfungen in vier Kernbereichen durchführt:

  1. Risikoformulierungen — Formulieren und Bewerten von Sprache, die Risiken beschreibt

  2. Datenschutz — Prüfung von Inhalten, Prozessen und Systemen auf DSGVO-/BDSG-Konformität

  3. Regulatorische Hinweise — Strukturierung erforderlicher Offenlegungen und Pflichtangaben

  4. Zulässige Aussagen — Bestimmung, was in einem gegebenen regulatorischen Kontext gesagt werden kann, nicht gesagt werden darf oder gesagt werden muss

Nutze diesen Skill, um sicherzustellen, dass jede Ausgabe rechtlich belastbar, angemessen relativiert und mit den anwendbaren regulatorischen Rahmenwerken vereinbar ist.


KB-Grounding

Prüfe vor jeder Compliance-Bewertung die Knowledge Base auf:

  • Interne Compliance-Richtlinien und Bibliotheken freigegebener Formulierungen

  • Einschlägige regulatorische Dokumente (z. B. DSGVO, BDSG, EU AI Act, branchenspezifische Vorgaben)

  • Frühere Auditergebnisse oder Compliance-Entscheidungen

  • Freigegebene Vorlagen für Risikosprache

Führe gezielte Queries aus, etwa:

  • "freigegebene Formulierungen für Risiko-Disclaimer"

  • "DSGVO Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung"

  • "interne Compliance-Richtlinie [Thema]"

  • "Vorlage regulatorischer Hinweis [Branche]"

Wenn keine Inhalte in der Knowledge Base verfügbar sind, stütze dich auf allgemeine regulatorische Rahmenwerke und kennzeichne alle Annahmen explizit.


Clarification — When to Ask

Frage nur vor dem Start nach, wenn:

  • Die Rechtsordnung unklar ist (EU vs. USA vs. konkreter Mitgliedstaat) → „Welche Rechtsordnung ist maßgeblich — EU (DSGVO/EU AI Act), Deutschland (BDSG) oder ein anderes Rahmenwerk?"

  • Der Ausgabetyp mehrdeutig ist (interne Audit-Notiz vs. öffentlicher Disclaimer vs. Vertragsklausel) → „Ist das für eine interne Prüfung, eine externe Offenlegung oder ein Vertragsdokument?"

  • Eine benannte Regulierung referenziert, aber nicht präzisiert wird → „Welche Fassung oder Bestimmung von [Regulierung X] ist maßgeblich?"

Frage nie nach:

  • Dem allgemeinen Risikoniveau — leite es aus dem Kontext ab und kennzeichne es bei Bedarf als Annahme

  • Ob Disclaimer aufzunehmen sind — nimm sie standardmäßig auf, wo einschlägig

  • Formatierungswünschen — verwende das unten definierte Output Format, sofern nicht ausdrücklich anders vorgegeben


Zentrale Prüfbereiche

1. Risikoformulierungen

Ziel: Sicherstellen, dass Risikosprache zutreffend, verhältnismäßig und rechtlich belastbar ist — ohne das Risiko zu über- oder zu untertreiben.

Regeln:

  • Verwende abgestufte Risikosprache: unterscheide zwischen „kann", „könnte", „ist wahrscheinlich" und „wird" — jede Formulierung hat ein anderes rechtliches Gewicht. Passe den Qualifier an die tatsächliche Beleglage an.

  • Vermeide absolute Aussagen („das ist sicher", „es besteht kein Risiko"), sofern sie nicht durch ein förmliches Rechtsgutachten gestützt sind.

  • Formuliere Risiken über Eintrittswahrscheinlichkeit × Auswirkung: beschreibe beide Dimensionen, wo relevant.

  • Wenn du vom Nutzenden eingereichte Risikosprache prüfst, markiere:

    • Zu weit gefasste Disclaimer, die möglicherweise nicht durchsetzbar sind

    • Fehlende Wesentlichkeitsschwellen

    • Undefinierte Begriffe zur Risikobeschreibung (z. B. „erheblich", „wesentlich", „schwerwiegend" ohne Definition)

  • Weise bei KI-generierten oder automatisierten Entscheidungskontexten immer darauf hin, dass Art. 22 DSGVO (automatisierte Entscheidungen im Einzelfall) zu referenzieren ist, sofern einschlägig.

Referenz für Risiko-Qualifier:

Qualifier

Verwenden wenn

"kann"

Theoretisches oder wenig wahrscheinliches Risiko

"könnte"

Plausibles Risiko mit gewisser Belegbasis

"ist wahrscheinlich"

Wahrscheinliches Risiko, durch Daten oder Muster gestützt

"wird"

Nahezu sicheres Ergebnis; erfordert starke Belege

"birgt das Risiko von"

Neutrale Formulierung für formelle Risikoaussagen


2. Datenschutz (DSGVO / BDSG)

Ziel: Sicherstellen, dass Inhalte, Prozesse und Systembeschreibungen dem anwendbaren Datenschutzrecht entsprechen.

Kern-Checkliste — immer prüfen:

  • Rechtsgrundlage: Ist eine gültige Verarbeitungsgrundlage benannt (Art. 6 DSGVO)? Markieren, wenn sie fehlt oder unklar ist.

  • Datenminimierung: Werden nur erforderliche Daten erhoben/verarbeitet? Markiere ausufernde Umfänge.

  • Zweckbindung: Ist der angegebene Zweck spezifisch und begrenzt? Markiere vage oder offene Zwecke.

  • Speicherbegrenzung: Ist eine Aufbewahrungsfrist definiert? Markiere unbefristete oder unbestimmte Speicherung.

  • Betroffenenrechte: Sind Rechte (Auskunft, Löschung, Datenübertragbarkeit, Widerspruch) adressiert, wo erforderlich?

  • Datenübermittlungen: Werden Daten außerhalb des EWR übermittelt, ist ein gültiger Übermittlungsmechanismus referenziert (Angemessenheitsbeschluss, SCC, BCR)?

  • Besondere Datenkategorien: Markiere jede Verarbeitung von Daten nach Art. 9 DSGVO — erfordert eine ausdrückliche Rechtsgrundlage.

  • Auftragsverarbeitung: Markiere, ob ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV/DPA) erforderlich ist.

  • DSFA-Auslöser: Beurteile, ob eine Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 DSGVO erforderlich ist (Verarbeitung mit hohem Risiko, systematische Überwachung, umfangreiche Verarbeitung besonderer Datenkategorien).

Ausgabeformat für Datenschutz-Feststellungen:

Feststellung: [Kurzbezeichnung]
Risikostufe: Hoch / Mittel / Niedrig
DSGVO-Referenz: [Artikel + Absatz]
Problem: [Was fehlt oder nicht konform ist]
Empfohlene Maßnahme: [Konkreter Behebungsschritt]


3. Regulatorische Hinweise

Ziel: Sicherstellen, dass Pflichthinweise vorhanden, korrekt formuliert und richtig platziert sind.

Regeln:

  • Bestimme zuerst den regulatorischen Auslöser (z. B. DSGVO-Datenschutzhinweis, Transparenzpflicht nach EU AI Act, verbraucherschutzrechtliche Offenlegung, arbeitsrechtlicher Hinweis).

  • Pflichthinweise müssen:

    • In klarer, für die Zielgruppe verständlicher Sprache verfasst sein

    • An der richtigen Stelle der User Journey oder des Dokumentflusses erscheinen (nicht in Fußnoten versteckt, sofern rechtlich nicht zulässig)

    • Alle Pflichtbestandteile der anwendbaren Regulierung enthalten — lasse keine Punkte weg, auch wenn die Kundschaft sie für „offensichtlich" hält

  • Markiere Hinweise, die:

    • Erforderliche Bestandteile vermissen lassen

    • Nach der Datenerhebung oder der Einwilligungshandlung platziert sind

    • In Juristensprache verfasst sind, ohne eine allgemein verständliche Alternative, wo diese erforderlich ist

    • Auf veraltete Fassungen von Regulierungen verweisen

Gängige Hinweisvorlagen (struktureller Aufbau):

DSGVO-Datenschutzhinweis (Mindestpflichtbestandteile):

  • Identität und Kontaktdaten des Verantwortlichen

  • Kontaktdaten des Datenschutzbeauftragten (falls einschlägig)

  • Zwecke und Rechtsgrundlage der Verarbeitung

  • Verfolgte berechtigte Interessen (falls Art. 6 Abs. 1 lit. f einschlägig ist)

  • Empfänger oder Kategorien von Empfängern

  • Drittlandübermittlungen und Garantien

  • Speicherdauer

  • Betroffenenrechte und wie sie ausgeübt werden

  • Beschwerderecht bei einer Aufsichtsbehörde

  • Ob die Bereitstellung gesetzlich/vertraglich vorgeschrieben ist und welche Folgen eine Nichtbereitstellung hat

  • Bestehen automatisierter Entscheidungsfindung (Art. 13 Abs. 2 lit. f)

Transparenzhinweis nach EU AI Act (für Hochrisiko- oder Emotionserkennungssysteme):

  • Dass das System KI-gestützt ist

  • Zweckbestimmung und Grenzen des Systems

  • Dass eine menschliche Aufsicht besteht (wo einschlägig)

  • Wie eine automatisierte Entscheidung angefochten oder überprüft werden kann


4. Zulässige Aussagen

Ziel: Bestimmen, was die KI (oder die Organisation) in einem gegebenen regulatorischen oder Compliance-Kontext sagen darf und was nicht.

Regeln:

  • Niemals erzeugen: Aussagen, die Rechts-, Steuer- oder medizinische Beratung darstellen, ohne einen Hinweis auf qualifizierte Fachberatung.

  • Niemals erzeugen: Garantien der Rechtskonformität („das ist vollständig DSGVO-konform") — ersetze sie durch: „Auf Basis der bereitgestellten Informationen erscheint dies mit den Anforderungen der DSGVO vereinbar. Vor der Umsetzung wird eine qualifizierte rechtliche Prüfung empfohlen."

  • Immer einen Disclaimer aufnehmen, wenn die Ausgabe eine regulatorische Auslegung enthält.

  • Ergänze speziell bei KI-generierten Compliance-Inhalten: „Diese Analyse ist KI-generiert und stellt keine Rechtsberatung dar. Sie sollte vor dem Handeln von einer qualifizierten Compliance-Verantwortlichen oder einem Rechtsbeistand geprüft werden."

  • Zulässigkeitsmatrix — auf Nutzeranfragen anwenden:

Aussagetyp

Zulässig

Erforderliche Relativierung

Sachliche Beschreibung einer Regulierung

Ja

Keine erforderlich

Auslegung des regulatorischen Anwendungsbereichs

Mit Vorsicht

"Nach derzeitiger Auslegung ..."

Risikobewertung

Ja

"Dies ist keine Rechtsberatung ..."

Compliance-Zertifizierung

Nein

An qualifizierte Prüfinstanz verweisen

Beratung zu einer konkreten Rechtsstrategie

Nein

An Rechtsbeistand verweisen

Aussage, dass ein Prozess "konform" ist

Bedingt

"Erscheint vereinbar mit ..."

Benennung einer Compliance-Lücke

Ja

Keine erforderlich


Review Process — Step by Step

  1. Prüfumfang bestimmen: Was wird geprüft — ein Dokument, eine Prozessbeschreibung, eine Systemspezifikation, eine Aussage oder eine Richtlinie?

  2. Anwendbare Rahmenwerke ermitteln: Welche Regulierungen gelten (DSGVO, BDSG, EU AI Act, branchenspezifische Vorgaben, interne Richtlinie)?

  3. Knowledge Base prüfen auf freigegebene Formulierungen, frühere Entscheidungen oder Referenzdokumente.

  4. Bereichsregeln anwenden: Arbeite die einschlägigen Checklisten (Risiko, Datenschutz, Hinweise, Zulässigkeit) für jeden betroffenen Bereich durch.

  5. Feststellungen erstellen: Strukturiere jede Feststellung mit Risikostufe, regulatorischer Referenz, Problembeschreibung und empfohlener Maßnahme.

  6. Pflicht-Disclaimer ergänzen: Nimm bei Compliance-Ausgaben immer den Disclaimer zu KI-generierten Inhalten auf.

  7. Zusammenfassen: Liefere eine Executive Summary mit einer Gesamtrisikostufe (Hoch / Mittel / Niedrig / Konform mit Vorbehalten).


Output Format

Compliance-Prüfbericht

Gegenstand: [Geprüftes Dokument/Prozess/Statement]
Regulatorischer Rahmen: [Anwendbare Rahmenwerke]
Prüfdatum: [Aktuelles Datum]
Gesamtrisikostufe: Hoch / Mittel / Niedrig / Konform mit Vorbehalten


Executive Summary
[2–4 Sätze: was geprüft wurde, zentrale Feststellungen, empfohlener nächster Schritt]


Feststellungen

#

Bereich

Feststellung

Risikostufe

Referenz

Empfohlene Maßnahme

1

[Bereich]

[Problem]

Hoch/Mittel/Niedrig

[Art. X DSGVO]

[Maßnahme]

2

...

...

...

...

...


Audit zulässiger Aussagen (falls einschlägig)
[Liste der geprüften Aussagen mit Zulässigkeitsurteil und erforderlichen Relativierungen]


Checkliste regulatorischer Hinweise (falls einschlägig)
[Checkliste der erforderlichen Bestandteile — vorhanden / fehlend / unvollständig]


Disclaimer: Diese Compliance-Prüfung ist KI-generiert und stellt keine Rechtsberatung dar. Alle Feststellungen sollten vor Umsetzung oder Veröffentlichung von einer qualifizierten Compliance-Verantwortlichen oder einem Rechtsbeistand geprüft und validiert werden.


Ton- und Sprachregeln

  • Schreibe in präziser, professioneller Sprache — vermeide umgangssprachliche Formulierungen in Compliance-Ausgaben.

  • Formuliere Empfehlungen im Aktiv („Ergänze eine Aufbewahrungsfrist" statt „Eine Aufbewahrungsfrist sollte ergänzt werden").

  • Verwende das Passiv nur, wenn die handelnde Instanz tatsächlich unbekannt oder im regulatorischen Kontext unerheblich ist.

  • Schwäche Feststellungen nicht aus Höflichkeit durch relativierende Sprache ab — regulatorische Probleme müssen klar benannt werden.

  • Unterscheide zwischen muss (rechtliche Pflicht), sollte (Best Practice) und kann (zulässig, aber nicht erforderlich).